Vereinsgeschichte - Fechtclub Wels

Fechtclub Wels
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Verein

FECHTCLUB WELS


Bereits seit 1905 ist Wels die Fechtsport-Stadt, wie aus den Jahresberichten des BRG Wels zu ersehen ist, wo Fechten Wahlgegenstand war. Fechten wurde erfolgreich durchgeführt bis vor dem 2. Weltkrieg.

1939 errang der unbekannte WeIser Student Roman Fischer den 1. Preis bei den "großdeutschen Meisterschaften" im Florett.

Der Krieg und die ersten Nachkriegsjahre, in denen die Alliierten das Sportfechten untersagt hatten, unterbrach die weitere Entwicklung, zumal diese sämtliche Waffen und Fechtausrüstungen, die in der Schule untergebracht waren, vernichteten und auf die Straße warfen. Trotz Fechtverbotes durch die Alliierten wurde das Training geheim in Linz fortgeführt. Die Jahre danach waren die Welser Fechter bei anderen Vereinen engagiert. Gretl Chalupsky und Gerti Kreuzbauer-Notas, sowie der in Wels tätige Major Hubert Loisel fochten für Linz und sicherten dem OÖLFK zahlreiche  Staats- und Landesmeistertitel. Allmählich aber wurden die WeIser der Nachbarschaftshilfe  müde. Der Gedanke, die eigene Tradition fortzusetzen und einen eigenen Klub zu gründen, nahm langsam Gestalt an.

1954 war es soweit, Gretl Chalupsky und Gerti Kreuzbauer-Notas hoben im Herbst dieses Jahres die Mittelschul-Fechtgemeinschaft Wels - vorerst noch eine Zweigstelle des OÖLFK - aus der Taufe. Schon der Beginn war viel versprechend, über 130 Mädchen und Burschen - hauptsächlich Mittelschüler aus der Unterstufe - drängten sich zum Training. Da anfangs keine finanziellen Mittel vorhanden waren, bevorschusste Frau Chalupsky diese, um die notwendigen Waffen und die Ausrüstung für die vielen Fechter anzuschaffen. Da es dem Auslieferer – nicht möglich war, alle bestellten Waffen sofort auszuliefern, sondern nur teilweise, musste fleißig mit Beinarbeit und Konditionstraining gearbeitet werden, was sich später als großer Vorteil  erwies, denn bereits nach 4 Jahren (im Fechtsport eine relativ kurze Zeit) stellten sich die Erfolge ein. Gerald Haas und Manfred Behrendt, beide erst 16 Jahre alt, erreichten als jüngste Teilnehmer der Florett-Staatsmeisterschaften das Semifinale.
1957 wurde die Mittelschul-Fechtgemeinschaft Wels laut Statuten umbenannt auf „Fechtclub Wels". Die Erfolge steigerten sich laufend, wie aus beiliegenden Aufstellungen ersichtlich ist.

Teilnahme an nachstehend aufgeführten Weltmeisterschaften:


1963 Danzig, 1968 Montreal, 1970 Ankara (HF-Team: Haas, Kusatz, Babler)
1960 Leningrad (Haas und Behrendt)
1961 Duisburg (Haas, Behrendt, Hofer)
1964 Budapest (Keiper-Knorr)
1965 Rotterdam (Keiper-Knorr)
1969 Genua (Drugowitsch)
1978 Madrid (Pauer)
sowie Junioren- und Jugend-Weltmeisterschaften.
Int. Meisterschaften von Österreich:
1967 1. Haas
1969 1. Babler
und viele Top3-Platzierungen bei internationalen Turnieren.



 
Lutz, Kusatz, Haas, Keipper-Knorr

Die Mannschaft der 60er Jahre

Gretl Chalupsky

Grete Chalupsky

1923 - 2017
Gründerin und langjährige Trainerin


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